Betrüger: OHMI Office for International Registration

04.04.2013 von Kraus

Gestern meldeten sich Mandanten, weil sie eine Zahlungsaufforderung von einem „OHMI Office for International Registration“ erhalten haben, nachdem sie eine Gemeinschaftsmarke angemeldet hatten.

Wenn Sie auch Post vom „OHMI“ erhalten haben: Ignorieren Sie diese und zahlen Sie auf keinen Fall. Das sind betrügerische Rechnungen nach Art der Branchenverzeichnis-Schwindeleien: Die Betrüger finden Ihren Adresseintrag in irgendeiner offiziellen Veröffentlichung (nach Gewerbeanmeldungen, Markenanmeldungen oder ähnlichem) und senden Ihnen dann geschickt aufgemachte Schreiben, die den Eindruck erwecken, als handele es sich bei der Zahlung um notwendige Gebühren oder ähnliches. Nur irgendwo im Kleingedruckten steht dann, dass man für fast tausend Euro in Wirklichkeit nur den (völlig wertlosen) Eintrag in irgendeiner „Online-Datenbank“ o.ä. erwerben soll.

Leider fallen anscheinend immer wieder genug vielbeschäftigte Kaufleute in der Eile auf so etwas herein, so dass sich dieses Betrugsmodell nie erledigt, sondern immer wieder variiert wird.

Ähnliche betrügerische Angebote gibt es von anderen Absendern, z.B. vom „Zentralen Grundregister für Marken und Patente“, von DMVG, von einer WDTP und vom EPTR.

P.S.: Sie können gern unten einen Kommentar hinterlassen, wenn Sie auch einen solchen Brief – oder ähnliche – erhalten haben.

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2 Antworten zu “Betrüger: OHMI Office for International Registration”

  1. RA Beck sagt:

    Ich hab schon vielerlei solche Rechnungen in meine alten Anstellung erhalten. Das HABM hat eine umfassende Liste an Firmen die missbräuchliche Rechnungen versendet:

    http://oami.europa.eu/ows/rw/pages/CTM/feesPayment/warning.de.do

    Gleiches gilt und gibt es auch für die WIPO sowie die Ämter der einzelnen Länder wie das USPTO und andere.

    Es dürfte einfacher und sinnvoller sein einen umfassenden Artikel zu diesen Rechnungebetrügern zu schaffen und die Links der einzelnen Ämter zu sammeln.

    • Kraus sagt:

      RA Beck schrieb: „Es dürfte einfacher und sinnvoller sein einen umfassenden Artikel zu diesen Rechnungebetrügern zu schaffen und die Links der einzelnen Ämter zu sammeln.“

      Einfacher vielleicht. Nicht unbedingt sinnvoller, zumindest unter dem Gesichtspunkt der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Die SEO ist hier auch kein Selbstzweck, denn wer gerade so ein Briefchen bekommen hat, der sucht nach „OHMI“ und nicht nach „mißbräuchliche Rechnungen von diversen Anbietern“.

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